Was, wenn die Lösung das Problem ist?

Rauchen macht süchtig? Das trifft nur auf wenige Menschen zu. Vielleicht sind also nicht die Tabakfirmen, sondern die Tabakgegner und die Medien schuld an der sprichwörtlichen "größten vermeidbaren Todesursache in den Bevölkerungen".

Sucht in den Mühlen der Gesundheitspropaganda zur Selbsterhaltung?

Wir wissen, dass das Nikotin erst in Verbindung mit aufbereitetem Tabak suchterzeugend wirken kann.

Es gibt inzwischen darstellbare Erkenntnisse, dass zum Tabakzigarettenprodukt auch noch der Glaube an die Wirkung von Nikotin ausschlaggebend ist.

Günther Schaidt nennt ein Beispiel, dass Menschen beim Anblick von Blut in Ohnmacht fallen können, obwohl ihnen das Blut nichts tut. - Da könnten Forscher noch so viele chemische Analysen durchführen lassen.

Warum soll also nicht der irrtümliche Glaube an eine Suchtauslösung und den unweigerlich voranschleichenden Tod viele Menschen weltweit an die Tabakzigarette binden?

Vielleicht hat Paul Watzlawick den "Irrweg der WHO" vorher gesehen

Die Überschrift dieses Beitrag entspricht dem Titel eines Vortrags von Paul Watzlawick aus dem Jahr 1987. Er sagt: Es fällt auf, "daß Mensch wie Tier die fatale Eigenschaft haben, an einmal erarbeiteten, ein mal gefundenen Lösungen stur festzuhalten. Und zwar auch dann, wenn die Umweltbedingungen sich schon so weit geändert haben, dass Lösungen, die einmal vielleicht die bestmöglichen, die einzig möglichen waren, nicht mehr zutreffen. Sodaß auf diese Weise die Lösung zum Problem wird."

Faszinierend, durch das Forschungsdesign "Zahlenpaare" zu erfahren, wie viele Teilnehmer sich eine Wirklichkeit erschaffen und entgegen der Tatsachen dann nicht nur ihre Wirklichkeit verteidigen, ja sogar alles daran setzen, andere von ihrer Richtigkeit zu überzeugen.  (Genau, so, wie sich WHO, Politiker und Presse gegenüber der E-Zigarette verhalten.)

Und am Schluß des Vortrags kommt Watzlawick noch darauf zu sprechen, was passiert, wenn man anstatt, Naheliegendes zu bessern, "utopische Pläne entwickelt, wie man die Welt von grundauf ideal machen wird können".

 

1. Erkennen der falschen Wirklichkeit

Jahrzehntelang hielt ich mich für schwerst zigarettenabhängig. Lieber nichts zu Essen, als keinen Zigarettenvorrat.

Zu dampfen habe ich zwar angefangen, aber nicht, um das Rauchen aufzugeben. Das lag längst außerhalb jeglicher Vorstellung für meine Person.

Seit über fünf Jahren dampfe ich inzwischen. Und wenn ich alle paar Wochen oder Monate mal eine Tabakzigarette mitrauche, ist das kein Rückfall. Das Verlangen, das mich jahrelang quälte, tritt nicht  wieder auf.

Mich treibt schon länger eine Vermutung um:

Vielleicht war ich nie Tabaksüchtig?

Ich war doch zunächst einfach ein Kind. Um mich herum wurde geraucht. - Natürlich war mir als Kind klar, dass ich mich nicht erwischen lassen durfte, etwas zu tun, was Erwachsenen vorbehalten ist.

Und natürlich hörte und las man hie und da, dass Rauchen schädlich wäre.

In der Schule (ich war knapp 13) mussten wir uns einen Film anschauen, der uns die Folgen des Rauchens zeigen sollte. Ich erinnere mich, dass eine schreckliche schwarzfleckige Lunge gezeigt wurde. Wir sahen Patienten, die vor einer Klinik im Morgenmantel herum lungerten und sich ihre Tabakzigarette durch das Loch, wo vorher der Kehlkopf war, reingepfiffen haben.

Als der Film zuende war, versammelte sich unsere Clique abseits der Schule und die Zigarettenschachteln kreisten. Ich dachte, wenn ich jetzt eine nehme und rauche, dann weiß ich, ich bin süchtig. Denn das ist ja nicht normal, dass einem nach so einem Film jemals wieder eine Zigarette schmeckt. - Und ich nahm, wenn auch mit leicht zittrigen Fingern die angebotene Zigarette und rauchte sie.

Bei mir als junger Mensch kam durch diese Abschreckung an:

Rauchen macht süchtig.

Und zusätzlich: Sucht ist etwas viel Schlimmeres als Krebs und andere langfristig tödlichen Folgen. Man wird sie nie wieder los.

Und das habe ich Jahrzehnte geglaubt und gelebt. #Sucht

 

Ich habe niemals infrage gestellt, ob ich überhaupt süchtig bin.

Da Zigaretten so viele Krankheiten und Schäden verursachen, hielt ich meinen Körpfer für einen Müllhaufen, dem man nur noch nicht äußerlich ansieht, wie kaputtt er ist. Deshalb z.B. kein Organspenderausweis.

Ich habe durchaus als 13jährige die Familie drangsaliert, bis ich die Mark hatte für eine Schachtel Kippen. Ich habe später - da ich mit 17 schon zuhause auszog - in klammen Zeiten meine Kippen gesammelt, und daraus neue gedreht. Ich kam nicht aus dem Bett, wenn ich wusste, dass ich keine Zigarette haben würde. Damit scheiterte jeder Versuch, das Rauchen aufzugeben.

Im Leben, im Beruf und in der Partnerschaft richtete ich mich als Raucherin entsprechend ein. Nichtraucher waren komische Menschen, denen ich möglichst ausgewichen bin. Mein Mann und ich brauchten das nie großartig thematisieren, wir besuchten Familienangehörige nie im Winter, wenn man hätte auf dem Balkon rauchen sollen etc.

Dass ich die Tabakzigarette sein lassen könnte, hielt ich , nach vielen erfolglosen Versuchen - inzwischen für vollkommen ausgeschlossen.

Mein Umstieg war nicht geplant. Später war ich noch sehr lange verblüfft, wie leicht mir der Abschied von der Tabakzigarette gefallen war.

Dann kam die Sorge - ein Leben lang süchtig zu sein bedeutet: Angst vor den Folgen haben zu müssen, falls man mal eine Tabakzigarette rauchen würde. Auch diese Sorge erwies sich als völlig unbegründet. - Wie ich nach gut fünf Jahren Umstieg mit Fug und Recht für mich behaupten darf. (siehe auch Dampfen - meine Glücksmomente: der Moment des Verstehens)

Rursus`Artikel habe ich schon öfter gelesen und auch immer wieder verlinkt. Nikotin – Wirklich so schlecht wie sein Ruf?

Doch erst jetzt kann ich mir langsam eingestehen: Offenbar bin ich eine dieser 70 oder 80 Prozent Tabakraucher gewesen, die nicht süchtig waren und zwar, obwohl ich so sehr unter einer vermeintlichen Sucht gelitten hatte. Kein Buch, das ich nicht kannte, keine Therapie, die ich aus lies, aus dieser Sucht heraus zu kommen.

Auch Watzlawicks "Wie wirklich ist die Wirklichkeit" und ähnliche Titel waren mir früher sehr wohl bekannt. Aber erst jetzt verstehe ich, dass ich jahrelang einer falschen Vorstellung von Wirklichkeit aufgesessen war.

 

 

2. Terror durch utopische Plänen

Der eingangs erwähnte Vortrag geht noch weiter und da kommen wir zur Rolle der WHO. Sie wurde entweder 1946 oder 48 gegründet und den einzigen Vertrag, den sie jemals zustande brachte, ist  das WHO-Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs

Im deutschen Bundesgesetzblatt ratifiziert als Gesetz zu dem Rahmenübereinkommen der Weltgesundheitsorganisation vom 21. Mai 2003 zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (Gesetz zu dem Tabakrahmenübereinkommen).

Das Ganze ist ein riesige Geldverbrennungsmaschinerie - siehe hierzu in Grieshabers Wissenschaftsdialog den dringenden Aufruf zum Austritt aus der FCTC

In welchem Wahn sind denn die EU mit der TPD2 und die Gesetzgeber der Mitgliedstaaten verhaftet, dass sie die Liquidzigarette als Tabakprodukt meinen, regulieren zu müssen, anstatt sie zu fördern?

Aus unserer Sicht konterkarieren sie damit die ursprünglichen Ziele der WHO. Alle Staaten, die das Rahmenübereinkommen unterzeichnet haben und andererseits die TPD2 umsetzen, sind somit schlagartig vertragsbrüchig geworden.

  • Sie verhindern durch die Überrregulierung der Liquidzigarette in der TPD2 (wo sie nicht hin gehört) die zahlenmäßige Abnahme der Raucher
  • und sie verhindern damit die Verbesserung der Volksgesundheit.

Nicht nur ich habe Schaden genommen. Bei dieser jahrelangen Arbeit pro Gesundheit, muss bei den Beteiligten selbst doch offenbar auch verflixt viel schief gelaufen sein. Hier passt Das Gute, das Böse und das Dampfen von Michael auf kul-tick.de.  Georg hat einen Artikel verfasst, der auch hier wieder passt: Pfaffen der Moderne. Auch Matthias`Artikel und seine Vermutung über die "Kreuzzügler, geht in diese Richtung: Big Tobacco, DKFZ ect. . Weitere Links gibt es hier.

Und mir kommt deshalb Nudging als Mittel unserer Kanzlerin nach dem Vorbild der USA inzwischen noch gefährlicher vor, als bisher. Schlimm genug, dass viele Raucher durch die mediale jahrelange Gehirnwäsche mittels eZigaretten-Bashing nicht wagen, umzusteigen.

Seit Jahren "argumentiert" die ANTZ gegen die E-Zigarette nur mit Konjunktiven  - #faktenlos - einzig mit der Totschlagsorge um die Kinder. D.h. ständig wird für die Kinder die E-Zigarette ins Blickfeld gezerrt. Beispielsweise die DrogenbeauftragtePädagogen vermitteln eine falsche Wahrheit und im 3. Alternativen Drogenbericht müssen wir erfahren, dass "Rauchfrei-Programme" für #Kinder und #Jugendliche der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung von Tabakfirmen propagiert und mitfinanziert werden.  (S. 179, 180).

Es scheint so, als wollten die "Gesundheitsbesorgten", dass sich die Kinder durch die vermeintlichen  Gefahren von der E-Zigarette angezogen fühlen sollen. Anstatt auf ein vernünftiges Alter von 16 ist der Gesetzgeber noch deren Helfershelfer und setzt die Erlaubnis des Konsums auf 18.

Die absurden Konsequenzen, mit denen wir es gerade zu tun haben:

Mehr Informationen und ein völlig indiskutables "Jugend-Forschungsprojekt" hier: Jugendschutz - Werbeverbot - Wahrheitsverbot?

Solange die Liquidzigarette derart menschenlebenverachtend überreguliert bleibt, wäre ich froh, wenn bald auch das Werbeverbot für Außenwerbung dazu käme, siehe Aufgeschnappt am 8.9.16 - Damit Kinder und Jugendliche nicht mit einer falschen Aussagen wie der Pawlowsche Hund konditioniert werden. Damit sich nicht die jahrelang anhaltende Erwartung von Sucht und Krebs künstlich manifestiert und eintritt.

Das Phänomen, mit dem ich mich hier oute, ist kein unbekanntes. Es gibt nicht nur den bekannteren Placebo- sondern auch den ebenso wirksamen Nocebo-Effekt. Im Sendescript des WDR zur Reihe Quarks & Co.ist zu "Der Placeboeffekt - Medizin und Glaube" (PDF) von 2005 auf Seite 5 die Vermutung nachzulesen,

dass negative Erwartungen (in Beipackzetteln der Medikamente, aber auch auf Zigarettenschachteln) möglicherweise gesundheitsgefährdend sind. 

#Placebo #Nocebo

Linktipps zum Thema

sackstark: Nocebo – Prävention.

Novo: „Die EU macht niemanden gesünder.“