Wir Dampfer zusammen FÜR die e-Zigarette

Basisbewegung der Dampfer für die e-Zigarette
Basisbewegung der Dampfer für die e-Zigarette

Kleiner Aufwand, große Wirkung. Wie wir Dampfer dem medialen e-Zigaretten-Bashing effektiver entgegen treten können.

DKFZ und WHO warnen die Öffentlichkeit massiv - wenn auch reichlich haltlos - seit Jahren vor der e-Zigarette. Wie können wir Dampfer als Community im Internet die nötige Öffentlichkeit FÜR die e-Zigarette herstellen?

Liquid News berichtete über die Studie der Universität von Liverpool, die festgestellt hat "Raucher leiden unter Informationsdefizit zu E-Zigaretten" In dem Artikel ist von der notwendigen Herangehensweise per "Grassroots-Movement" die Rede.

Liquid News: "Wer selber dampft, sollte nicht müde werden, seine Erfahrungen, angereichert mit ausreichend Datenmaterial, pro-aktiv anderen Entwöhnungswilligen zur Verfügung zu stellen – wo immer und wann immer sich die Chance bietet. “Detoxify” statt “Occupy”, 1% statt 99% – denn die 1% erfahrenen Dampfer sind es schließlich, die am besten wissen, dass sie noch leben und zwar wesentlich besser als je zuvor."

Wir sind aktiv in Foren, Sozialen Netzwerken und manche von uns Dampfern betreiben eigene Blogs oder sonstige Webseiten. Im Zusammenhang mit unserer "Graswurzelbewegung" sind mir ein paar Dinge aufgefallen, wie wir die Wirkung unserer Arbeit deutlich verbessern können.

 

Wenn Wortkosmetik zum Hindernis wird

Für den Artikel "Was geht das Deutsche Krebsforschungsinstitut die eZigarette an?" hatte ich eine Tabelle mit Fundstellen im Zusammenhang mit der e-Zigarette erstellt. Es sind auffällig viele Fundstellen zu Massenmedien und dort kommt die e-Zigarette bekanntermaßen nicht gut weg.

 

Woran liegt das?

  • Massenmedien,
  • Gesundheitsinstitutionen und -apostel,
  • Affiliate-Plattform und
  • seit neuestem auch Rechtsanwälte

verwenden einen unmissverständlichen Begriff, die "e-Zigarette".

Wir Dampfer sprechen von unseren Dampfen (Dampfgeräten). - Ist ja auch richtig, wir rauchen nicht, sondern wir dampfen.

 

Verwaschene Suchergebnisse fressen Zeit und Geduld

Wer den Suchbegriff "Dampfe" in die Suchmaske eingibt (so er unseren Jargonausdruck überhaupt bereits kennt), hat schon von vorneherein ein ungutes Gefühl. Denn die Suchergebnisse werden sich nicht alle um unser "Dampfen" drehen.

Ein Dampfer ist ja nicht zwingend Nutzer der e-Zigarette. Es können auch Suchergebnisse zu einem Schiffstyp in Verbindung mit Reisen auftauchen, oder es geht um Rezepte im Dampfkochtopf oder um Dampfbügeleisen oder, oder.

Dann gibt es Redewendungen "Kacke ist am Dampfen", "Dampf ablassen" usw. die für informationssuchende Raucher ebenfalls nicht zielführend sind. Besonders bei Twitter ist die Idee mit "Dampfen" zu suchen, wenig geeignet.

Und "Dampfe" ist der Name eines Brauhauses in Köln.

 

Sich mit der eZigarette gezielt vordrängeln

Wenn wir Dampfer also möchten, dass unsere authentischen Blogartikel gefunden werden und wir womöglich sogar die vorderen Plätze den Massenmedien streitig machen möchten, sollten wir auch (wo es zutrifft) die "e-Zigarette" an prominenter Stelle (in Überschriften und im ersten Textabsatz) erwähnen.
- Natürlich ohne im übrigen Text auf unsere Dampf-Begriffe zu verzichten.

 

Und Bilder, Bilder, Bilder

Illustrationen sind wichtig. Suchmaschinen mögen gerne ihren Service "Bilder-Suche" mit frischem Material bestücken. Ich vermute sogar, dass Artikel schneller indexiert werden, die Bilder enthalten.

Auch zum Teilen in den Sozialen Netzwerken sind sie die eyecatcher. Praktisch, wenn man einfach ein passendes Foto schießen kann. Wenn nicht, dann malt man vielleicht etwas und peppt es mit GIMP entsprechend auf, oder wie oben, kann man auch einfach mal mit Text illustrieren.
Am Anfang ist der Aufwand natürlich nicht zu verachten, aber man bekommt mit der Zeit Routine im Umgang mit Bildbearbeitungsprogrammen.

 

Hashtags nutzen - beide

Ich gehe oft tagelang mit einer Idee schwanger, ehe ich den Artikel in die Tasten klopfe. Danach bin ich ziemlich am Ende und muss mich zwingen, ihn auch noch per Sozialer Netzwerke zu "verkünden".

Aber dies ist ein wichtiger Schritt und auch hier gilt, kein Potential verschenken. Es bringt wenig, nur den Link zu verteilen. Besser ist ein kleiner Text dazu. Auch hier gilt es wieder, Nägel mit Köpfen zu machen und in diesem selbst formulierten Text beide Hashtags zu verwenden #eZigarette und #Dampfer. Siehe auch:  Die Sache mit der #eZigarette und dem #Dampfen

Es kommt in Sozialen Netzwerken nicht gut an, wenn man sie nur als Linkschleuder für sich nutzt. Also warum nicht anderen Dampfern unter die Arme greifen und deren neue Blogartikel auch auf diese Weise promoten?

Die Königsdisziplin ist natürlich die aktive Teilnahme am DampfDiDay. Ähnlich einer Buchbesprechung, stellt man seinen eigenen Usern den Blogartikel eines dampfenden Blogger-Kollegen vor.

Also in den SN nicht nur auf "Teilen" klicken, sondern einen kleinen Text mit den Hashtags dazu formulieren. Wir haben doch ein gemeinsames Ziel, das schwächt uns selbst also nicht. So zeigen wir dass wir als Dampfergemeischaft zusammen halten.

 

Ausbrennen vermeiden

Ob das Dampfen über längere Zeit als eigenes Thema trägt?

Wer von der Tabakzigarette auf die elektrische Zigarette umgestiegen ist, wird nicht automatisch und auf Dauer zum Dampfer mit einem ausgewachsenen großen Hobby.
Wenn dem so wäre, würden wir interessierte Raucher eher abschrecken. - Ist ja auch eine Kosten- und Zeitfrage.

Man muss nicht unbedingt auf Biegen und Brechen einen Blog betreiben, in dem es ausschließlich ums Dampfen geht. Sondern, so wie im Leben, das Dampfen einfach ganz natürlich mit integrieren ins "Tagebuch".

Es ist ja auch nicht so, dass es nicht doch das eine oder andere Berichtenswerte gäbe. Was uns banal erscheint, kann bei Usern überraschend interessant ankommen. Durch eigene User und durch etwas Aufmerksamkeit allgemein, ergeben sich häufig immer wieder neue Aspekte, die Anlass für einen Artikel sein können.

Nicht jeder mag und kann den Erklärbären geben. Für die harten Fakten zum Dampfen bietet man seinen Usern einfach eine gut gepflegte Linkliste. Ist doch gut, wenn unserer Meinung nach gute Seiten durch unsere Links weiter gestärkt werden. Um so besser deren Positionen, um so schlechter die Positionen derer, die Raucher verunsichern.

 

Doppel-Content ist sehr gefährlich

Niemals sollte man andere Dampfer-Webseiten schwächen, indem man deren Content kopiert und für den eigenen Blog nur ein wenig umschreibt. Besser ist, man formuliert eine kurze Zusammenfassung dessen, worauf es einem besonders ankam bei der Lektüre und verlinkt dann auf das Original.

 

Nicht auf Feedback warten, sondern geben

Und auch das ist ein Knackpunkt für uns Blogger, egal ob wir dampfen oder nicht: In der Informationsflut des Internets haben sich rein konsumierende User leider abgewöhnt, sich zu einem Kommentar aufzuraffen oder wenigstens einen Gruß zu hinterlassen, ehe sie weiter surfen.

Man fragt sich irgendwann: "wofür mache ich das Ganze eigentlich?" Das raubt natürlich mit der Zeit die anfängliche Motivation.

Oben im Zitat ist die Rede von "nicht müde werden ..." - Natürlich sollen uns die vielen Negativ-Meldungen der Tagespresse zermürben. Anstatt sich herunter ziehen zu lassen, können wir doch einfach mal gezielt bei der einen oder anderen Kollegenseite einen Kommentar hinterlassen. Das tut ihm und uns gut.
 

 

Blog nicht sterben lassen

Es gibt viele Blogs und andere Internetpräsenze, die mit viel guten Willen begonnen wurden, aber inzwischen seit Jahren nicht weiter geführt werden.

Solche Internetruinen sind normal, für unser Thema jedoch geradezu fatal. Für die betreffenden Dampfer ist das Dampfen vielleicht nur einfach Alltag geworden. Jetzt, da es ihnen gesundheitlich besser geht, treiben sie vielleicht Sport, lernen neue Leute oder ihre große Liebe kennen und ihr Leben dreht sich anders weiter.

Für informationssuchende Raucher und für e-Zigaretten-Gegner aber sieht es so aus, als ob die Dampfer, die ihre Arbeit am Blog eingestellt haben, inzwischen wieder rauchen.

Manchmal lassen sich Blogger auch aufwecken, wenn User öfter auch mal einen Kommentar hinterlassen.

 

Spaß am Bloggen zurück gewinnen

Blogger sind erfinderisch, wenn es darum geht, den Spaß am Bloggen wieder aufzufrischen. Man kann zum Beispiel mit anderen Bloggern eine Blogparade veranstalten. Einen Artikel zu einem vorgegebenen Thema zu schreiben, ist auch mal reizvoll zwischendurch. Und man staunt häufig, was einem alles dazu einfällt. Zudem fördert die Teilnahme an einer Blogparade die kollegiale Vernetzung und damit kommen auch neue User.

Auch der Webmaster Friday bietet sich vielleicht mal zur Teilnahme an.

 

Beispiel mered.de

Da dampfende Blogger meine Zielgruppe sind, habe ich beispielsweise hier die Rubrik angelegt "Interviews". Dampfende Blogger beantworten mir per eMail die Fragen. Ich veröffentliche das Interview mit Bild und Link zum betreffenden Blog.

Solche Links auf anderen Webseiten sind fürs Ranking bei Suchmaschinen wichtig.
"Wenn viele Links von unterschiedlichen Seiten im Internet auf den eigenen Blog verweisen, muss er wichtige Inhalte haben", haben Programmierer den Suchmaschinen beigebracht.

Anschließend kann man die Wirkung verpuffen lassen, indem man die Hände in den Schoß legt.
Oder man verstärkt die Wirkung noch um ein Vielfaches, indem man selbst sein gegebenes Interview in den Sozialen Netzwerken teilt.

 

Gleichgewicht beachten - Geben und Nehmen

Es ist nicht nur einmal vorgekommen, dass ich einen Blogartikel  noch etwas umgeschrieben habe, damit ein Link zu einem später entdeckten Artikel eines Blogger-Kollegen passte.

Das mache ich besonders dann, wenn ich auf seinem Blog die Kommentarfunktion genutzt hatte und er dort uns Kommentatoren die Möglichkeit gibt, die eigene Webseite zu nennen.

 

Praktisches Beispiel

Kürzlich wurde in der Presse zur E-Zigarette mal wieder  "eine Sau durchs Dorf getrieben". Henning Uhle (kein Dampfer) hat die Meldungen aufgegriffen und darüber gebloggt. "Der Virus aus der E-Zigarette". Ich habe den Artikel zufällig gefunden und spontan noch mit einem kleinen Kommentar  ergänzt.
Wer Hennings  Artikel findet, kann also erfahren, dass man seine eZigarette nicht zwingend am PC laden muss, sondern dass es Wandadapter gibt und dass der Mountain Prophet eine nützliche USB-Ladestation vorstellt.

Das ist ein Aufwand von ein paar Minuten, die gleich zwei Links ergeben haben.

  • Einen, weil ich meine Webseite angeben durfte
  • und einen im Kommentar zum Propheten.

In Googles Webmaster-Tools ist für mered.de unter "Links zu Ihrer Webseite" dieser Link auch bereits gelistet.
Leider erfährt man nur die linkende Domain und ich musste den Vorgang erst nochmal umständlich rekonstruieren. Aber das wars ja wert, damit die Webtools beim Henning jetzt durch diesen Absatz hier auch einen Link von mered zu seinem Blog auflisten. ;-)

 

Fazit

Wenn wir Dampfer eine Öffentlichkeit für die e-Zigarette herstellen möchten, werden wir zusammen um so stärker, je mehr wir uns gegenseitig unterstützen.
 

Und rund wird die Sache, wenn wir uns den einen oder anderen e-Zigarettenkauf verkneifen und statt dessen solche crowdfunding-Kampanien mit unterstützen, damit die "elektrische Zigarette" künftig fundiert gegen die "könnten vielleicht ...", "möglicherweise ...", "es wird vermutet" und "oh, aber die Kinder!" der Krebsforscher am DKFZ und der WHO dasteht. Solche Studien sind außerdem wichtig, damit unser Dampfzubehör weiter verbessert werden kann.

 

Persönliche Motivation, Tipps zu mehr Öffentlichkeit für die e-Zigarette mitzuteilen

Welche Macht manche Menschen den Medien tatsächlich zugestehen, hat mich im Strickmühlenmuseum schon öfter erstaunt.

Da sind die Besucher hellauf begeistert, wussten gar nicht, dass es überhaupt, geschweige denn, dass es so viele unterschiedliche Strickmühlen gibt.
Sie wandeln durch die Ausstellungen und die Treppenhausgalerie und sprechen erfürchtig von Kunst.

Und doch stehen mir manche Besucher zum Schluß ganz verwirrt gegenüber, weil sie dem selbst Erlebten und Angefassten nicht so ganz trauen können, wenn sie darüber noch nichts in der Zeitung gelesen hatten.

Andere wedeln, wie zum Beweis (dass es das Strickmühlenmuseum tatsächlich gibt) glücklich mit ihrem liebevoll ausgeschnittenen Zeitungsartikel.

Ich kann daher gut nachvollziehen, dass an umsteigewilligen Rauchern, selbst wenn sie die e-Zigarette schon haben, noch immer Zweifel nagen können. Sie fürchten, "da muss doch was dran sein, an den vielen Warnungen", gemäß Reinhard Mey "was in der Zeitung steht".

 

Wink mit dem Zaunpfahl

Diesen Artikel zu kommentieren und ihn auch zu teilen, wäre doch ein guter Anfang?

 

Danke für tatkräftige Mithilfe

Kollege Georg B. Mrozek, der den thematisch gemischten Blog Kraftvergeudung führt, berichtet seinen Leserinnen und Leser begeistert von der technischen Ausgereiftheit seiner neuen Dampfausstattung, im Vergleich zu damals.
Damit dampfende Blogger und bloggende Dampfer zusammen finden, hat Georg B. die obige Illustration etwas seinem Geschmack (bzw. den mered.de-Farben) angepasst, verkleinert und wie ein Logo prominent in die Seitenleiste seines Blogs gesetzt, um hier her zu verlinken. Und in seinem aktuellen Artikel Ich rauche gern - respektive dampfe gern verrät er, warum.

Danke für so eine tolle Unterstützung. yes

Verteilt haben wir die Meldung zum neu erschienenen Artikel beide auf G+. Ich habe sie auch auf Twitter und Diaspora* mitgeteilt.

Man sieht, bloggen ist nicht alles, "klappern gehört zum Handwerk" und jeder kann mithelfen.

 

Update: 6.01.15

In "Ziviler Widerstand: Auf fünf einfachen Wegen zum E-Zigaretten-Aktivisten werden" thematisiert LiquidNews die Plattform Mered und insbesondere diesen Artikel am 5. Januar 2015

 

update: 08.10.15

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