Wie ich überzeugte Dampferin wurde

Katrins Dampfgeschichte
Katrins Dampfgeschichte

Dampferin seit 15.10.2011, überzeugte Dampferin seit ca. Juli 2012. Warum?

Womit beginnt eigentlich eine herkömmliche Dampferkarriere? Wie weit muss ich jetzt zurückgreifen?

O. K. gehen wir zurück in das Jahr 1984, in diesem Jahr war ich in dem fröhlichen Alter von 14 Jahren und es war das Jahr in dem mein Vater an Lungenkrebs verstorben ist! Mein Vater war Kettenraucher und das er an einer Raucherkrankheit sterben würde war eigentlich klar. Das faszinierende an der ganzen Geschichte ist ja, er hat es gewusst. Er hat es gewusst und trotzdem nicht aufgehört. Warum? Ich habe es damals nicht verstanden. 

Wir schreiben das Jahr 1985 und ich war 15 Jahre alt. Ich war Sportlerin, habe auf Regatten gute Erfolge erzielt und ich habe angefangen zu rauchen obwohl ich wusste warum mein Vater so elendig verrecken musste. Ich habe es live gesehen! ICH WUSSTE WAS RAUCHEN MIT EINEM MACHT!

Wie blöd kann ein Mensch eigentlich sein? Ich weiß es nicht! Zu sehen wie ein geliebter Mensch wirklich elendig zugrunde geht und auch das Wissen warum es geschehen ist, sollte doch eigentlich Grund genug sein um halt eben nicht mit dem Rauchen anzufangen.

Ich kann das nicht erklären aber es war so. Mir hat das Rauchen gefallen. Ich hab mal eine probiert und ich fand das klasse ich konnte ja jederzeit wieder aufhören. Nur mal eine geschnorrt, nicht so schlimm. Na ja kannst ja nicht zum Schnorrer werden kauf dir mal ne Schachtel, kannst du mal zurückgeben. Bis hin „Was du willst ne Kippe? Kauf dir selber welche.“ 

Heute stelle ich mir die Frage, ab wann wurde ich abhängig? Schon als Kind? Schon als Fötus, weil mein Vater geraucht hat?
Das sind Fragen, die ich nicht beantworten kann, weil ich es schlichtweg nicht weiß. Und selbst wenn ich es wüsste, würde es an der Situation auch nichts mehr ändern. Weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft.  Ich verstehe heute meinen Vater.

 

Zeitsprung

Viele Jahre sind vergangen und immer mal wieder habe ich versucht mit dem Rauchen aufzuhören. Ein sehr wichtiger Zeitpunkt war, als mein Mann aufgehört hat. Er hat 2 bis 3 Schachteln am Tag geraucht (wesentlich mehr als ich) und es kam der Zeitpunkt, an dem er sich nicht mehr wohl gefühlt hat und mit dem Rauchen aufhören wollte. Bei dem größten Verlangen hat er sich Nikotinpflaster aus der Apotheke besorgt und es hat ihm geholfen. Auch ich habe das versucht bis mir wieder einfiel: “ Ohh Scheiße Pflasterallergie!“ Die Pickel hab ich praktisch immer noch.

Was habe ich gelernt? Wenn man mit dem Rauchen aufhören will, dann muss der berühmte Schalter im Kopf klick machen.  Bei mir ist dieser Schalter kaputt.  Einen Elektriker bitte!

Weiterer Zeitsprung wir schreiben das Jahr 2011.

Jetzt fängt es an ein neues, ein befreites Leben  zu dem ich solange Zeit nicht in der Lage war.
Ich wurde zur Dampferin. Wie und warum?
 

Eines Tages im September 2011 kam mein Mann von der Arbeit nach Hause und berichtete mir von Arbeitskollegen, die eine Elektrozigarette benutzten.


„Häh Elektrozigarette was ‘n das? Noch nie gehört“
„Das funktioniert genauso, wie eine normale Zigarette nur halt elektrisch, soll auch besser sein stinkt nicht und darfst du überall benutzen.“
„Hmm wär ja praktisch muss ich nicht immer vor die Tür. Und wo kriegt man sowas her?“
„Aus dem Internet, musst du mal googeln.“

Jetzt müsst Ihr Wissen, ich bin ein Bücherwurm und vom googeln habe ich nie etwas gehalten, geschweige denn, dass ich mir je etwas im Internet bestellt habe.

Nun ja es kam wie es kommen musste. Mit sehr viel Hilfe von meinem Mann und der Zuversicht des Ahnungslosen, bestellte ich mir eine Elektrozigarette. Das sollte eigentlich eine Ego T werden, aber was ich bekam war irgendetwas ähnliches, das mir auch prompt nach genau einer Woche komplett auseinandergebröselt ist. Der Weg, bis ich dann endlich eine richtige Ego T in den Händen hielt, war dann auch ein Längerer.

Aber völlig egal wie schlecht dieses Teil auch war, eines hat mich komplett fasziniert und zwar der Effekt der E Zigarette. Der erste Zug ist ein Erlebnis gewesen, dass ich nicht richtig beschreiben kann. Dieses Gefühl etwas einzuatmen und dabei etwas zu spüren. Wie bei einer Zigarette auch, aber doch irgendwie anders. Ja was soll ich sagen? Ich fand das einfach klasse. Mir war klar, das kann mich von der Zigarette wegbringen. Was ich aber nicht ahnen konnte, waren die Widerstände auf die ich von nun an stieß.

Meine Arbeitskollegen lästerten über das komische Ding. Die Medien verbreiteten eine Horrormeldung nach der Anderen über die gefährliche E Zigarette. Mein Freundes und Bekanntenkreis war auch keine große Hilfe. Wie denn auch, die wussten über die E Zigarette auch nicht mehr wie ich, also nichts. Für gewöhnlich interessiert mich das Geschnatter Anderer eigentlich nicht, aber in diesem Fall stellte auch ich Veränderungen an mir fest, die nicht gut waren. Die nicht gut sein konnten, wie ich damals glaubte. Ich wurde unruhig, musste viel husten, kam schneller aus der Puste und auch allgemein fühlte ich mich elend. Das waren alles Dinge, die ich vorher nicht an mir festgestellt habe. Nur Eines konnte daran schuld sein. Ja die E Zigarette. Ist wohl doch so wie alle sagen und ich fing wieder an zu rauchen.

Eine Entscheidung für die ich mich noch heute in den Hintern treten könnte. Ich bin mir sicher das mir einiges erspart geblieben wäre, wenn ich weiter gedampft hätte.

Bevor ich Euch weitererzähle, wie es mir ergangen ist, muss ich vielleicht noch einige Worte vorwegschicken.
Ich bin keine Medizinerin, Forscherin oder ähnliches. Ich habe von der Medizin grade so viel Ahnung, dass ich ein Pflaster aufkleben kann, was mir ja nü bekanntlich nichts nutzt. Ihr erinnert Euch? Genau Pflasterallergie Wenn Ihr mit dem Rauchen aufhören wollt oder müsst, dann ist es das Beste ganz aufzuhören. Ich berichte hier ausschließlich über meine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse. Entscheidet selbst! Mittlerweile gibt es einige Studien zum Thema Dampfen. Macht Euch in Foren oder in diversen sozialen Netzwerken schlau. Eines ist ganz wichtig: Dampfen ist nicht gesund aber gesünder als eine Zigarette. 

So. Wo waren wir stehengeblieben?
Ach ja ich führte wieder mein kleines friedliches Raucherleben. Meine E Zigaretten (und wir wollen jetzt mal zu dem Begriff Dampfgeräte wechseln, weil die Dinger haben mit einer herkömmlichen Zigarette herzlich wenig gemeinsam) lagen vergessen in irgendeiner Ecke.

Ich habe beruflich sehr viel mit Menschen zu tun und muss dementsprechend auch viel reden. Im Januar 2012 fiel mir vermehrt auf, dass mir die Leute eine gute Besserung wünschten obwohl ich überhaupt nicht krank war oder mich so fühlte. Auch wenn das selbstverständlich nett gemeint war, irgendwann nach dem x ten Besserungswunsch wird’s dann doch nervig und mir platze der Kragen.


„Mann! Warum wünscht mir hier eigentlich jeder eine gute Besserung? Ich bin nicht krank.“
„Nun ja Sie hören sich ganz heiser an direkt so ein bisschen verrucht.“

??? ^^ Ich verrucht? Du meine Güte. War doch schon lange nicht mehr auf der Piste.
Ja war tatsächlich so, dass immer wenn ich viel redete schnell heiser wurde und ich lutschte ständig Bollo`s um nicht husten zu müssen. Das mit dem Husten hatte ich schon Ewigkeiten, hab mir nichts dabei gedacht. Trockener Hals halt.

Im Februar kam dann noch ein Kloß im Hals dazu, recht unangenehm und ich dachte mir, dass es vielleicht doch keine schlechte Idee sei mal einen Arzt aufzusuchen. Mein Hausarzt gab mir eine Überweisung zum HNO Arzt. Eine Erfahrung, die ich nie wieder vergessen werde.

 

Nach der Untersuchung.


„Rauchen Sie?“
„Ja.“
„Gut dann haben Sie heute Morgen Ihre letzte Zigarette geraucht.“
(Fragender und schockierter Blick meinerseits.)
„Sie haben Verdickungen an ihren Stimmbändern. (Reinke Ödem) Wenn wir die nicht wegbekommen müssen Sie operiert werden. Falls sie weiter rauchen wird das zu Kehlkopfkrebs führen.“
Rums. Schock. Die Arzthelferin wuselte eilig hin und her. 
„Bitte unterschreiben Sie hier, dass ich Sie ausführlich über die Risiken aufgeklärt habe.“
„Sie machen jetzt dies und das und in einem viertel Jahr sehen wir uns wieder, lassen Sie sich vorne gleich einen Termin geben.“

Ich verließ das Behandlungszimmer.

„SCHEISSE!“

Die arme Omi, die da noch saß und wartete guckte doch leicht pikiert. Sorry aber das musste jetzt raus. Gott sei Dank wartete mein Mann draußen auf mich, ich musste ganz dringend mal auf den Arm.

So was macht nun ein eingefleischter Hardcore -Raucher mit guter Chance auf Krebs? Ja natürlich er hört auf zu rauchen. 

Was hab ich nicht alles versucht. Nikotinpflaster (reine Verzweiflung wusste ja was passiert), Nikotinkaugummi, Bücher gelesen (zweimal, dreimal, viermal). Und was hat es geholfen? Nüscht.

Einmal habe ich es in meinem Urlaub im März tatsächlich zwei Wochen geschafft nicht zu rauchen. Hey, ich war ganz stolz auf mich und kaum war ich wieder zwei Tage auf Arbeit, zack.

Allmählich war ich der Verzweiflung wirklich schon sehr nahe, konnte mich bald selbst nicht mehr leiden, weil ich es einfach nicht lassen konnte und der heimliche Gedanke an meine alten Dampfen schlich sich wieder ein. 

Ein weiterer Wendepunkt in meinem Leben.

Ich entdeckte, mangelnder anderweitiger Informationsquellen, die große Welt des Internets. Ich habe mir die Finger wund gegoogelt.

Wie verhält sich das Dampfen bei meiner Krankheit.

Macht es das schlimmer, besser oder egal?

Nichts. Ich habe absolut nichts darüber gefunden. Damals gab es einfach noch keine öffentlichen Studien zum Dampfen.

Ich habe aber andere Hinweise gefunden. Berichte von Menschen denen es durch das Dampfen allgemein gesundheitlich besser erging. Ich erfuhr durch You Tube Videos, dass diese seltsamen Symptome, die ich bei meinem ersten Anlauf hatte, nicht daraus resultierten, weil ich dampfte, sondern weil ich aufhörte zu rauchen. Klassische Entzugserscheinungen vom Rauchen.

Damit fasste ich den Entschluss: So jetzt dampfst du wieder.

Schlimmer als es eh schon ist kann es nicht mehr werden. Das war meine eigene selbstgetroffene Entscheidung. Ich bin damit ein Risiko eingegangen, das ist mir vollkommen klar.

Anfang Juli war es dann soweit. Mein nächster Termin beim HNO stand an. Ich ließ die Untersuchung über mich ergehen und hatte eine irre Angst vor dem Ergebnis.

Nach der Untersuchung:

„Haben Sie mit dem Rauchen aufgehört?“
„Jein. Ich dampfe jetzt.“
„Dampfen? Was ist das?“
„Ich benutze eine E Zigarette“
Erstaunter Blick des Arztes.
„Ja prima bleiben Sie dabei. Ich kann nichts mehr feststellen. Kommen Sie in einem halben Jahr nochmal und ich denke dann brauchen wir uns nicht mehr wiedersehen.“

Könnt Ihr euch vorstellen was in mir vorgegangen ist? Ich war ja schon immer eine komische Nudel und da ist dann aber auch alles mit mir durchgegangen. Jubelnd bin ich aus dem Stuhl gehüpft (wirklich nicht gelogen). Sowas von dermaßen glücklich und erleichtert. Ich bin mit dem Auto laut singend durch die ganze Stadt gefahren, jeder aber auch wirklich jeder sollte erfahren wie glücklich ich grade bin. O. K. das die mich alle vermutlich einfach nur für vollkommen bescheuert hielten, war mir völlig wurscht.

Die Untersuchung nach dem halben Jahr war ebenfalls völlig ohne Befund.

Seitdem bin ich eine überzeugte Dampferin. #Dampferstory


Interessierte Raucher und Dampfanfänger, aber auch Autoren haben mehr davon, wenn Du direkt hier Deine Meinung als Kommentar hinterlässt, anstatt auf Facebook etc.
 

Du möchtest auch als Gastautor hier Deine Geschichte für interessierte Raucher und Dampf-Anfänger veröffentlichen?
Dann melde Dich einfach damit und vielleicht mit einem Foto bei Kurbelursel hausmeischdere@mered.de

Kommentare

Hallo Katrin, dass Du Deine Geschichte aufgeschrieben hast und sie hier von Dir als Gastautorin veröffentlicht werden durfte, finde ich große Klasse. Solche Geschichten sind für interessierte Raucher und für Dampf-Anfänger goldwert. Du schreibst außerdem so mitreißend, dass ich hoffe, wir können noch mehr hier oder an anderer Stelle von Dir lesen. Dankeschön und einen lieben Gruß Kurbelursel

Jep, ich finde diese Schilderung ebenfalls super klasse! In weiten Teilen war es mir ähnlich ergangen (hatte auch 2011/2012 so eine schweineteure aber völlig minderwertige kleine E-Pfeife gekauft), besonders das Erlebnis des ersten Zuges, das war's. Wie du schreibst, es ist eigentlich kaum zu beschreiben, was da in einem vor geht. Irgendwie im Sinne einer Erleuchtung oder einer Offenbarung in etwa wie "Da! Es gibt doch eine Alternative zum Rauchen!" Wer das nicht selber erlebt hat, kann es schlecht verstehen, glaube ich.

Wie Kurbelursel auch irgendwo mal geschrieben hatte, ich zitiere sinngemäß ;-) - selbst bei allen zukünftigen Verboten wird mir niemand jemals mehr dieses Dampfen nehmen können! - So sehe ich es auch.

Und ich bin fast entsetzt darüber, weshalb das nicht schon viel früher Verbreitung gefunden hat. Was man nicht kennt, kann man nicht einordnen und vermissen, ist klar. So wie niemand vor der Erfindung des Internets das Internet hätte vermissen können. Für mich ist das Dampfen eine ebensolche epochale Erfindung wie das Internet. Nur das nutze ich schon seit Mitte der 90er Jahre, rein technisch gesehen, hätte es die E-Zigarette ebenso schon viel früher geben können. Hat vielleicht das Internet bei deren Verbreitung entscheidend geholfen?

Lange Rede kurzer Sinn - ein toller Bericht! Und ein ebenso klasse Foto mit der ollen Schreibmaschine und den E-Zigaretten! Ich werde das alles die Tage gerne verlinken.

Viele Grüße an alle Dampferinnen und Dampfer

Georg von Kraftvergeudung

Halli, Hallo,

vielen Dank für Eure lieben Worte. Das macht mir Mut auf mehr.
Es ist doch sehr erstaunlich welche neuen Türen sich mit dem Umstieg auf die E- Zigarette öffnen. Gesundheitlich, Gesellschaftlich, in der Art der Freizeitgestaltung und in meinem Fall, noch so einiges mehr. Diese Türen lasse ich mir nicht mehr vor der Nase zuschlagen, drum stemme ich mich dagegen. Ich will so Dampfen wie bisher und ich bleibe dabei.

Ich wünsche Euch allen allzeit gut Dampf.

Mit lieben Grüßen

Katrin

Hallo allerseits,

allen, denen Katrins Geschichte und ihr Schreibstil gefallen haben, hier noch eine wichtige Zusatzinfo:

Katrin hat jetzt einen eigenen Blog.

Besucht sie in ihrem Dampf-Zuber, lest, kommentiert und empfehlt ihre Artikel weiter. Katrin - und erst recht Eure Freunde und Bekannten - werden sich bestimmt darüber freuen.

Einen lieben Gruß

Kurbelursel

Hallo Katrin ich schätze dein Artikel hat miCh letztendlich dazu motiviert aufzuhören mit den elendigen glimmstängeln. Soviele Menschen haben bisher in meinem leben versucht mich davon abzuhalten. Dein Artikel hat mich so bestärkt und motiviert aufzuhören das ich es vor 14 Tagen geschafft habe und ich will nie wieder soweit kommen eine Zigarette zu rauchen. Eine Frage habe ich allerdings zu deinem Post. Könntest du mir sagen ob du nikotin haltigen liquid verwendet am Anfang ? Und wie lange hat es gedauert das das reinke ödem verschwunden War? Ich habe leider das gleiche leiden und hoffe das ich den Absprung noch rechtzeitig geschafft habe. Viele liebe grüße und 1000 Dank für deinen Eintrag ggf. Hat es mir das Leben gerettet. Nes.

Hallo Nes,

hey super, freut mich dass Du den Umstieg geschafft hast.

Ich habe mit einer Nikotinkonzentration von 18mg pro ml. im Liquid angefangen. Damals waren die Geräte allerdings noch nicht so leistungsfähig wie heute. Falls Du dir Sorgen machen solltest wegen dem Nikotin, das ist in E- Dampfen lange nicht so schädlich wie in Verbindung mit Tabak. Nimm die Stärke mit der du dich wohl fühlst. Versuch verschiedene Stärken und höre auf deinen Körper, du merkst ganz schnell, was richtig für dich ist. Da gibt es leider keinen allgemeinen Rat. Du wirst auch von ganz alleine feststellen, dass der Suchtdruck mit der Zeit immer mehr nachlässt und du die Nikotinmenge reduzieren kannst. Gib dir selbst die Zeit und geh das ganz entspannt an.

Zu deinem Reinke Ödem mal vorweg, ich bin keine Ärztin. Alles was ich erzähle und erzählt habe beruht auf meinen eigenen Erfahrungen. Sprich unbedingt regelmäßig mit deinem Arzt. Bei mir hat der Prozess ein Jahr lang gedauert, bis ich wieder gesund war. Ich dampfe heute noch, immer noch mit Nikotin und bin quicklebendig.

Ich drücke Dir ganz doll alle Daumen, dass auch du wieder gesund wirst. Für diesen Weg wünsche ich dir alle Kraft, Kopf hoch, nicht unterkriegen lassen. Den wichtigsten Schritt hast du ja schon geschafft. Du hast mit dem Rauchen aufgehört und das von ganz alleine. Würde mich freuen wieder von dir zu hören.

Viele liebe Grüße

Katrin

 

 

Liebe Katrin Nun sind es schon über 190 Tage das ich auf die E Zigarette umgestiegen bin und ich kann dir gar nicht genug danken das du diesen Blog hast. Meine stimme normalisiert sich immer mehr ich kann auch tatsächlich wieder singen oder meinem Sohn abends vorlesen ohne das die stimme versagt. Mir wünscht auch niemand mehr gute Besserung weil ich mich nicht mehr heißer anhöre. Ich kann dir gar nicht genug danken. Meine durchBlutung ist besser meine Geschmacks und Geruchsnerven sind wieder voll hergestellt. Nie wieder Zigaretten!! Viele liebe grüße Nes

Hallo zusammen. Ich beschäftige mich seit einer Woche mit dem Thema dampfen. Ich rauche seit 30 Jahren und seit über einem Jahr mit Angst bei jeder zigarette. Habe auch diverse stimmproblrme und ständige angst Krebs zu bekommen. Mir schmeckt das dampfen aber ich kann nicht auf Pyros verzichten. Es ist zum heulen, wie ein zwang. Ich setze mich unter Druck. Rauche seit 2 Tagen "nur noch" 10 Pyros pro Tag. Allerdings Zigarillos. :-( Schaffe ich es nie ganz auf Pyros zu verzichten? Bei euch hörte es sich so an als hättet ihr mit Beginn des dampfen sofort keine Pyro mehr angerührt. Ich möchte es so gerne schaffen. Habt ihr Tipps für mich?und ein paar Mut machende Worte? Vielen Dank. Alexandra

Hallo Alexanda.

Nur ruhig Blut. ;-)

Zu große und ständige Angst ist ein starker Risikofaktor, wirklich krank zu werden.

Im Gegensatz zu vielen, bin ich persönlich übrigens nicht sofort umgestiegen. Nach zig Jahren Raucherei und vielen missglückten Aufhörversuchen hatte ich mich längst damit arrangiert, dass ich wohl Raucherin bleibe.

Ich wollte nur für ein paar Stunden am Tag etwas haben, damit ich in Ruhe arbeiten kann, ohne Teer und Gestank zu hinterlassen.

Dafür war die E-Zigarette, bzw. der mobile Liquidverdampfer tatsächlich genial und ich war echt überrascht.

Erst später hatte ich die Idee, mal zu versuchen, erst die mittäglichen Tabakzigaretten ausfallen zu lassen.

Als ich mich auch damit wohl fühlte, kamen die Abendlichen dran. Und irgendwann war ich einfach schrecklich neugierig, ob ich aus den Federn käme, wenn ich genau wüßte, dass ich meinen Kaffee ohne Tabakzigarette zu mir nehmen werde.

Das hat erstaunlicherweise geklappt. - Früher habe ich dann einfach so lange geschlafen, bis ich nicht mehr ExRaucherin werden wollte.

@Alexandra, Kopf hoch! Wie Du siehst, war ich also auch anfang Dual-userin

 

 

Hallo Kurbelursel. Danke für deine Worte. Ich befürchte,dass ich mich zu sehr unter Druck setzen. Geduld war noch nie meine Stärke. Leider. Kennst du sicher auch die kleinen aber fiesen stimmen im Kopf die einem suggerieren das man JETZT genau dieses oder jenes machen MUSS? Mir schmecken die e Zigaretten sehr gut aber irgendwann kommen dann diese stimmen die mich dazu zwingen eine zu rauchen. Leider schaffe ich es selten mich genau in diesem Moment abzulenken bis der Gedanke an die zigarette vorbei ist. Eigentlich habe ich schon vor knapp 2 Jahren mit dem dampfen anfangen wollen.... Ungenügende Recherchen haben mich allerdings komplett scheitern lassen. Dampfe hat geblubbert, gesifft, ich hab mir die Lunge aus dem Hals gehustet. Das war nicht spaßig. Also hab ich das Teil in die Ecke geworfen.

Musste den text leider teilen.... zu lang... Der nächste versuch ist gut ein Jahr her. Habe mich in einem offline Shop beraten lassen.-Leider nicht besonders gut-. Bin voll motiviert mit einer cuboid Mini nach hause gegangen. Leider ohne Erklärungen wie ich selber mit dem Ding umgehen kann oder soll. Die Ernüchterung folgte schnell... Ich hatte keine Ahnung. Das zeug schmeckte nur kurzzeitig und ich hustete furchtbar...Also flog auch meine teure cuboid in die Ecke. Dort lag sie dann... Jeder kurzzeitige versuch scheiterte. Seit etwas über einer Woche schaue ich jetzt Videos und lese in Foren... War am Mittwoch in einem anderen offline Shop. der Mensch dort hat mir geholfen meine dampfe zu verstehen. Kein blubbern. Kein husten. Ich war sofort froh. Jetzt kommen halt diese doofen stimmen die mich immer wieder traktieren eine tabakzigarette zu rauchen und ich bin mir nicht sicher wie ich den umstieg am besten schaffe. Den Stimmen einfach nachgeben und mich nicht ärgern oder mich für jeden Zug an einer pyro zu hassen und zu verfluchen. Ich werde auf jeden Fall dran bleiben. Ich will es schaffen. Rauche übrigens gerade meine 5. Pyro heute :-( 5 Stunden gar nicht und jetzt zwei im Abstand von 40 Minuten. Macht mir Mut....Bitte. LG Alexandra

Hallo Alexandra,

keine "Stimme" eher ein Gedanke, der einem im unpassendsten Moment völlig unvorbereitet wie ein kleines Kind überfällt, nervt und sich nicht verscheuchen lassen will, sondern immer fordernder wird, ja das kenne ich.

Hätte ich unbedingt mit Rauchen aufhören wollen, wäre das schief gegangen. - Auch wenn die Gesundheitspolizei sagt, dass dual_use kaum gesundheitliche Vorteile brächte, bleibe ich dabei. "Jede nicht gerauchte Zigarette ist eine gute Zigarette".

Es ist nicht schlimm, zu rauchen. Es ist aber sicher gut, die eine oder andere Zigarette ausfallen zu lassen. - Am Besten die, die man eher automatisch rauchen würde.

Mir ist eingefallen, es gab bei meinem ungeplanten "Umstieg" Zwischenschritte.

Als ich noch morgens und abends rauchte, fing ich an, mir die Dampfe neben die Raucherutensilien dazu zu legen.

So rauchte ich schon weniger "automatisch", sondern wählte bewusst. Und wenn ich rauchte, dann stand ich "innerlich" auch voll und ganz dazu und genoss diese Tabakzigaretten ohne schlechtes Gewissen.

Alexandra, ich drücke Dir die Daumen, dass Du Deinen eigenen Weg findest, ins Dampfen einzusteigen. Vielleicht wird es dir erst mal gut tun, eine "Wenigerraucherin" zu werden. Und wenn es nicht gleich so hin haut, lass nicht sämtliche Schleusen brechen, sondern gehe einfach nochmal einen Schritt zurück und schaue, welche Gewohnheitszigarette sich schon leichter ersetzen lässt. Und bleibe dann einige Zeit erst mal dabei. Es ist kein Beinbruch, zu rauchen. Du bist deshalb kein schlechter oder schwacher Mensch. Gewohnheiten lassen sich nicht so leicht abstreifen.

Einfach sich Zeit lassen und die vielfältigen Vorteile des Dampfens entdecken. - Das wird schon. ;-)

Hallo Kurbelursel. Danke schön. Ich werde auf jeden Fall dran bleiben. Mir schmeckt das dampfen und das ist gut denke ich. Ich wünsche alles Gute und vielen Dank für die Motivation. LG Alexandra