"Propagandaschleuder" - Unwort des Jahres bei Dampfern

Heute ist der 13. Januar und heute hat Prof. Dr. Nina Janich als Sprecherin der unabhängigen Jury mitgeteilt, dass zum Unwort des Jahres 2014 "Lügenpresse" gewählt wurde.

Zügig wurde die Meldung auch über die Medien verbreitet. Auf Fokus hat der dampfende Leser Norbert Zillatron alternativ vorgeschlagen:

"Wie wäre es mit "Propagandaschleuder"? Denn genau das ist es, was der Großteil der Massenmedien beim Thema der sogenannten "E-Zigarette" macht. Alle Ergüsse der angeblichen "Experten" (WHO-Kollaborateure in Heidelberg und diverse Bundesorgane, die sich auf sie berufen) werden ohne jede kritische Prüfung der postulierten unheilschwangeren "Bedenken" direkt aus den Pressemitteilungen kopiert und als "wissenschaftliche Wahrheit" dem Volk um die Ohren geschlagen."

Ausnahmsweise ein Vollzitat. Sowas bitte nicht nachmachen ;-)

Und wie es der Teufel will, haben wir direkt heute auch gleich Gelegenheit, das eZigaretten-Bashing der Medien zur Gesundheitspropaganda der WHO an einem aktuellen Beispiel festzumachen.

Morgens ums 6:30 Uhr wird in den Stuttgarter Nachrichten von Markus #Grabitz veröffentlicht: E-Zigarette Abgabe an Kinder wird verboten

Um ca. 9:00 Uhr veröffentlicht der dampfende Leser Jens Mellin darunter einen Kommentar. Ordentlich mit Quellenangaben zu realen und durchgeführten wissenschaftlichen Studien widerlegt er die bloßen Vermutungen der ständig von den Medien grundlos zitierten Leiterin der Dt. WHO-Kollaborationsstelle beim DKFZ.

Um 10:00 Uhr veröffentlicht Markus Grabitz in den Stuttgarter Nachrichten den ausführlichen Beitrag: E-Zigarette. Der Dampf, der Lust auf Tabak macht

Doch wer meint, dass Grabitz den von Mellin erwähnten Studien nachgegangen sein würde, sieht sich getäuscht. Es werden nur noch mehr haltlose Vermutungen, um nicht zu sagen Unterstellungen ins Spiel gebracht.

Wie schön und lebensrettend für Raucher könnte es doch sein, würden wir tatsächlich im Parallel-Universum leben, an das uns LiquidNews erst am 9. Januar so trefflich erinnert hat: Die dkfz-Studie “Marketing für E-Zigaretten in Deutschland” Darin werden statt Verbote doch sehr viel vernünftigere Lösungen vorgeschlagen, als die Gesundheitspropaganda der WHO anstrebt.

 

Nachtrag zu Markus Grabitz

Grabitz kann wohl den Kommentar von Mellin gar nicht gelesen haben, wenn er gleichzeitig beim Bonner Generalanzeiger "Unser Korrespondent" ist.
Erstaunlicherweise ist laut "Blick hinter die Kulissen" Markus Grabitz (ebenfalls), Politik-Korrespondent der Stuttgarter Nachrichten.
 

Diese Arbeitsweise des eZigaretten-Bashings:

  • Bonner Generalanzeiger,
  • dann Stuttgarter Nachrichten
  • und anschließend noch eine dpa-Pressemeldung,

zeigt Markus Grabitz später auch bei seinem Interview mit der Drogenschutzbeauftragten.