E-Zigarette

Akku(träger), Verdampfer, ggf. Tank und ein Mündstück zusammengesteckt bilden die E-Zigarette
Akku(träger), Verdampfer, ggf. Tank und ein Mündstück zusammengesteckt bilden die E-Zigarette

elektrische, oder elektronische Zigarette. Das mobile Gerät erzeugt durch Wärme portionsweise aus Liquid und Luft frischen Dampf. Der moderne Inhallationsgenuss lässt sich vielseitig gestalten, ohne Mensch, Umwelt und Geldbeutel unnötig zu belasten.

Die Bezeichnung "Zigarette" ist irreführend, wenn möglicherweise krebserzeugendes Anzünden und Verbrennen von Pflanzenteilen damit assoziieren wird. Denn genau darin liegt der Fortschritt der "elektrischen Zigarette": Es wird fürs Dampfen nichts angezündet und nichts verbrannt.

Zur korrekten Unterscheidung von der Tabakzigarette reicht also nicht der Begriff E-Zigarette, sondern z.B. "Liqudzigarette" oder abgekürzt "Li-Zigarette". Genauer und daher besser  ist die Bezeichnung: "mobiler Liquidverdampfer" oder zumindest "Liquidverdampfer". 
Ganz korrekt ist "Verdampfer" nicht, es müsste "Vernebler" heißen.

Der Hinweis auf das "Liquid" sollte in der Bezeichnung zwingend beibehalten werden, denn insbesondere Tabakfirmen haben das Verfahren des Vaporisators für sich entdeckt und bringen mobile Modelle auf den Markt, bei denen weiterhin (chemisch aufbereitete?) Pflanzenteile (z.B. Tabak) zum Inhalieren erhitzt werden.

 

Unterschied zwischen Atomizer und Vaporizer

Im Atomizer der E-Zigarette wird portionsweise Liquid erhitzt, bis es sich in Dampf (Nebel) verwandelt. Ihn kann der Nutzer mit etwas Luft vermischt durch Ziehen am Mundstück inhalieren.

Allerdings gibt es auch elektrische Zigaretten, in denen Tabak oder Kräuter so erhitzt werden, bis ihr Wirkstoff verdampft. Diese nennt man Vaporizer. Zunächst waren Vaporizer als theraputische Geräte für Krankenhäuser konzipiert. Mit der Entwicklung, "Patienten" baldmöglichst nach hause zu entlassen, kamen kleinere Tischvaporizer auf den Markt.

Durch das mediale Raucherbashing und durch die neuen mobilen Liquidverdampfer, nahm auch die Entwicklung des mobilen Vaporisators (z.B. zum Cannabis- oder Tabakkonsum) seinen weiteren Verlauf. 

 

Geschichte der E-Zigarette

1927 erfand Joseph Robinson einen Elektric Vaporizer und erlangte am 16.September 1931 in New York dafür die Patentanmeldung.

1963 entwickelte Herbert A. Gilbert die „Smokeless Non-Tobacco Cigarette“ für heiße Luft und reichte sie zum Patent ein. -> Interview (engl.)

1979 präsentiert der Arzt Dr. Norman L. Jacobsen beim American College of Chest Physicians at Houston die Non-combustible Cigarette: Alternative Method of Nicotine Delivery - Hier ging es erstmals um die Aufnahme von Nikotin, ohne die sonstigen schädlichen Stoffe, die man beim Rauchen zu sich nimmt. Das Gerät sah aus wie eine Zigarette, war aber aus Plastik. Ins Filtermaterial dieser "Favor" träufelte der Hersteller (Advanced Tobacco Products INC) das reine Nikotin, so wie es sein Patient Phil Ray es sich ausgedacht hatte .  -> Interview (engl.)

1991 bringt Sony den ersten Lithium-Ionen-Akku (für eine Videokamera)  auf den Markt. Entwickelt und erforscht worden war der LiIo-Akku bereits in den 70ern an der Uni München, aber man wusste damals noch nichts Sinnvolles damit anzufangen.

1989 wird die niemals ausgestrahlte Nullnummer der Sendung "Wissenschaft" beim DLR aufgezeichnet. Direkt nach den Lebertranpillen geht es bei 1:14 weiter mit "Switch - die neue E-Zigarette aus der Schweiz", einem Beitrag von Dirk Glaser. Die "Nichtzigarette, die man nicht anzünden soll", bietet Christian Burger, ein Zigarrenporuzent an. Inhalliert wird unsichtbar Apfelaroma, weil man heraus gefunden hat, dass Apfel besonders entspannend wirkt.

2001 kam als Raucherentwöhnungsmittel und Zigarettenersatz die E-Zigarette des Pharmakologen Hon Lik von "Golden Dragon Holdings" (später umbenannt in "Ruyan"). Im Werbefilm von 2007 werden Geräte gezeigt, welche die edle Form von Zigarillos und von Pfeifen haben.

 

Die Li-Zigarette (mobiler Liquidverdampfer)

 

E-Zigaretten in unterschiedlichen Ausführungen

Li-Zigaretten gibt es in unterschiedlichen Größen, Formen und Farben. Die meisten Liquidzgaretten bestehen aus mehreren - untereinander kombinierbaren - Komponenten.

 

Verdampfer (Atomizer) - Hauptbestandteil der Li-Zigarette

Im Verdampferkern sitzt auf einer Basis - mit Plus- und Minuspol(en) verbunden - der Heizwiderstand. Ihn nennt man auch Heizwendel oder coil. Es handelt sich dabei um Spirale[n] aus Heizdraht.

Das aktuell zu erhitzende Liquid befindet sich auf einem Träger aus Watte, Glasfaser, Edelstahlsieb oder Keramik in oder auf der Heizwendel.

Über dem Verdampferkern, in dem der Dampf gebildet wird, befindet sich die Verdampferglocke.

Eine Röhre bildet den verbindenden Luftkanal zwischen Verdampferglocke und Mundstück. Durch sie wird Luft und der frisch produzierte Dampf hinauf befördert.

 

Stromquelle für mobiles Dampfen

Der Verdampfer wird auf eine geeignete Stromquelle geschraubt.

  • Kompakt-Batterie, die nach Gebrauch als Müll anfällt.
  • Kompakt-Akku, der mehrmals wieder aufgeladen werden kann, bei Defekt aber komplett entsorgt werden muss.
  • Akkuträger, Gehäuse mit auswechselbarem/n Akku(s)

 

Stromquelle für kabelgebundenes Dampfen

Man kann den Verdampfer auch mittels Passthrough betreiben. Das ist ein Kabel, dessen eines Ende einen Griff hat, auf den der Verdampfer geschraubt wird und das am anderen Ende einen USB-Anschluss hat. Zur Leistungssteigerung sind manche dieser Kabel dazwischen noch mit einem Pufferakku ausgestattet.

  • Der USB-Anschluss wird gesteckt in einen USB-Stecker mit Wandadapter für die normale Steckdose. Der PC mag sich anbieten, sollte aus Sicherheitsgründen jedoch nicht als schnöde Stromquelle missbraucht werden.
     
  • Man kann den USB-Anschluss auch in eine - ihrerseits bereit vorgeladene - Powerbank stecken
     
  • oder mittels entsprechenden Adapter im KfZ (Zigarettenanzünder) nutzen.
     
  • Es gibt Kompaktakkus, die ebenfalls als Passthrough genutzt werden können, beispielsweise während des Ladens.

 

Aktivierung der Li-Zigarette

Je nach Bauart wird die Stromquelle

  • per Knopfdruck aktiviert
  • oder ausgelöst per Unterdruck durch Ziehen am Mundstück.

Dampf-Einsteigern kann - zum eigentlichen Ziehen am Mundstück - das zusätzliche koordinierende Drücken am Knopf (Taster) umständlich erscheinen. Aber Geräte, deren Aktivierung automatisch durch Ziehen ausgelöst werden, sind aufgrund der sensiblen Technik auch besonders anfällig für Defekte.

 

Dampfen mit der Li-Zigarette ist zeitgemäßer, als Rauchen von Tabakzigaretten

Die Vorgängerin der Li-Zigarette

Genuss als kleine Fluchten und Rituale im Alltag

Die Tabakzigarette bot zwischendurch

  • Geschmack: für Mund und Nase und
  • Wirkung: je nach Bedarf - Entspannung oder Anregung.
  • Haptik und Betätigung: man hat etwas in der Hand (woran man sich festhalten kann).

Beispielsweise spielte sie Pausen-"Belohnung" oder bot Unterstützung bei einer Problemlösung.

Ihr Gebrauch diente allein oder in Gesellschaft als Ritual und zur Abrundung genussvoller Zeiten (Kaffeepause, Feierabendbier, gemütliches Beisammensitzen nach einem guten Essen etc.)
 

Genuss mit Folgen

Aber der Tabakgenuss wurde meist sehr schnell zur Tabaksucht. Sie verschlang zu viel Geld für Tabaksteuer und der Qualm hinterließ überall (an Mensch und Umwelt) gefährliche Spuren.

 

Unterschied zwischen Li-Zigarette und Tabakzigarette

Anders, als die Tabakzigarette, ist die Li-Zigarette ökonomischer und ökologischer.

  • Die E-Zigarette dampft nur, wenn man an ihr zieht. Sie gibt keinen kontinuierlichen Dampf in die Umgebung ab (wie der Nebenstrom einer brennenden Tabakzigarette, während man nicht an ihr zieht).
     
  • Wenn man genug gedampft hat, ist die Li-Zigarette noch da. Verbraucht werden nur Liquid, Akkuleistung und gelegentlich Verschleißteile.
     
  • Der Gebrauch der E-Zigarette hinterlässt nicht die typischen, aufwändig zu beseitigenden Rückstände oder irreversible Schäden von Verbranntem.

 

Was bietet die Li-Zigarette den Dampfer*innen?

Die Liquidzigarette ermöglicht selbstbestimmten Genuss, Vielfalt und Individualisierung

  • Dampfvolumen, Geschmack und Wirkung sind steuerbar durch die Wahl der Li-Zigarette und durch das Liquid
     
  • Optik und Haptik sind wandelbar, durch variable, untereinander kombinierbare Gerätebestandteile der E-Zigarette.
     
  • soziale Hobbypflege: Es gibt DampferStammtisch, Dampfergrillen, Dampfermesse, DampfBlogs und gemischte Blogs, News, Videokanäle, Foren und SN. Denn das Thema Dampfen gibt viel mehr her, als Rauchen

Erklärung: Hellblau unterlegt ist, was die Liquidzigarette gegenüber der Tabakzigarette zusätzlich bietet: Dampfvolumen/konsistenz, Optik und Sozialer Austausch.

 

Suchtdruck löst sich auf

Abgesehen von Dampfmenge und Geschmack, kann man die Wirkung des Dampfs durch Zugabe von Nikotin dosieren. Da im Dampf aber die übrigen suchterzeugenden Bestandteile des Tabakrauchs fehlen, löst sich die Tabaksucht auf.

Befreit vom sklavischen "Genuss"-Zwang, gewinnt der kultivierte Mensch seine Freiheit - zu genießen - zurück.

 

Schutz vor neuer Sucht

So lange Dampferinnen und Dampfer die Wahl und die Freiheit haben bei vielen unterschiedlichen Anbietern,

  • Liquidzigaretten komplett zu kaufen oder sich von unterschiedlichen Produzenten zusammen zu stellen und evtl. selbst zu warten,
  • Liquid fertig zu kaufen oder es sich selbst zu mischen,

so lange ist nicht zu befürchten, dass Hersteller - wie einst bei den Tabakzigaretten - durch entsprechende Inhaltsstoffe wieder eine ebensolche todbringende Abhängigkeit designen.

 

Besonderheiten des neuen Genussmittels

Junges Produkt

Die Liquidzgarette ist erst etwa seit 2005 auf dem Markt.

  • Das Produkt wird vielfältig weiter entwickelt für unterschiedliche Bedürfnisse und hat noch Verbesserungspotential.
     
  • Wie bei allem im Leben, erst Recht bei Genussmitteln, bleibt ein Risiko. Weder sind alle möglichen Vorzüge, noch alle eventuellen Nachteile erforscht.

 

Mit Dampfern ist schlechter zu rechnen, als mit Rauchern

Dampferinnen und Dampfer sind Genießer und daher nicht auf die reine Konsumerrolle beschränkt, denn das Dampfen ist nicht lebensnotwendig und man ist kein Sklave seiner Sucht:

  • sie geben das Dampfen unspektakulär einfach ganz auf oder
  • kultivieren ihre Leidenschaft und ihren persönlichen Stil durch den Kauf ausgesuchter oder immer neuester Produkte;
  • Technikaffine können selbst ihre Gerätschaften warten und mit Wicklungen experimentieren
  • Feinschmecker können sich Liquids komponieren und anmischen,

 

Nachteile für Staat und Gesellschaft

Wenn Raucher unkontrolliert ohne medizinische, therapeutische und pharmazeutische Hilfe zum besseren Genuß auf die Li-Zigarette umsteigen und folglich ihr Leben länger auskosten können,  gibt das Schwierigkeiten bei denen, die von Tababaksüchtigen partizipieren:

  • Viele Milliarden Euro entfallen für den Staat durch entgangene Tabaksteuer
  • Tabakzigaretten machen süchtig und können Krebs erzeugen. Das sichert Arbeitsplätze in der Pharma- und Gesundheitsindustrie.
  • Raucher sterben früher und belasten den Rentenhaushalt weniger
  • Tabakzigarettenproduzenten und ihren Aktionären brechen die gewohnt phantastischen Gewinne früherer Zeiten weg.

 

Das hat zur Folge:

Staat und Gesundheitsindustrie, Tabak- und Pharmaindustrie unternehmen massive Anstrengungen, mit Hilfe der Medien die Bevölkerung gegen die E-Zigarette einzunehmen. Dampfende werden in ihrer Freiheit eingeschränkt und stigmatisiert.

 Manche Bürger kultivieren das "Fremdbesorgtsein", belästigen Dampfende ungefragt mit irgendwelchem "Hören-sagen" und teilen emsig in den SN fragwürdigen Presseartikel.

 

Weiterführende Informationen zur E-Zigarette

- gibt es bei Wikipedia