28.4.17, 21 Uhr 3SAT MAKRO

Am 28.4.17 sendet 3SAT in der Reihe MAKRO einen Beitrag von Gregor Steinbrenner: "Die letzte Zigarette? Tabakbranche auf dem (Schein-)Rückzug" - Wohl eine Anspielung auf den PR-Gag von BIG-T

Es geht bei der geplanten Sendung um Tabak, die E-Zigarette, um Tabakverdampfer von BIG-T und um die Steuerausfälle - sowie die Besonderheiten der Schweizer (Geld-)Politik.

Ein etwas ausführlicherer Text dazu Dampfen statt rauchen

Studiogast ist Dietmar Jazbinsek und er stand anschließend noch im Sendungs-BLOG für Fragen bereit.

 

m.M,n. war das eine informative und sachliche Sendung. - Abgesehen vom Thema Dampfen.

Dampfen wird ganz gezielt abgedrängt als "Nische"

Als es bei den Einspielungen kurz ums Dampfen ging, wunderte ich mich nicht nur

  • über die unkorrekte Erklärung, wie ein mobiler Liquidverdampfer (e-Zigarette) funktioniert,
  • über die dafür gezeigte - eher unübliche - Cigalike und überhaupt über die veralteten Modelle,
  • mir kam überhaupt der Sendungsausschnitt, verdächtig bekannt vor..

Mein Gedächtnis hat mich nicht getäuscht. Tatsächlich handelt es sich um Archivmaterial und zwar aus der üblen Desinformationssendung "E-Zigarette im Faktencheck" vom hr-fernsehen am 10.2.16. - Ist es nicht praktisch, wenn Fernsehsender ihre Sendungen und Texte dazu nach einiger Zeit wieder wegen irgendwelcher Vorschriften löschen "müssen"?

Bei 3sat Makro endet der Einspieler mit:

"Der Marktanteil der Dampfgeräte liegt weltweit gerade mal bei einem Prozent. Das Dampfen, heißt es auf Seiten der Zigarettenindustrie sei weniger gesundheitsschädlich, als das Rauchen. Langzeitstudien müssen das aber erst noch beweisen."

Interessante Beweislastumkehr, die man (die Zigarettenindustrie?) da untergeschoben bekommt.

Die Krönung war allerdings, als Gregor Steinbrenner nach dem Einspieler überleitet mit:

"Steuererleichterungen gibts trotzdem schon jetzt".

Wahr ist nur, dass noch keine zusätzliche passende Genuss-Steuer darauf erhoben wurde. Die EU ist bereits an dem Thema dran.

Auch in dieser Sendung - bzw. im Blog nachlesbar, wirft der Journalist Jazbinsek den Dampfern vor:

"Wichtig ist die Wahrung höflicher Umgangsformen. Dampfer bringen ihre Argumente aller Erfahrung nach im Modus wüster Beschimpfungen vor."

Er hat das schon ein mal artikuliert und zwar auf BR2 in der Sendung Zündfunk am 16. November 16. Eine ebenfalls eigentlich hervorragende Sendung, hätte die Zündfunktredaktion nicht zugelassen, dass Pöla in gespielter Opferrolle per Abwesenheit so dramatisch auftritt.

 

Diskutiert wird z.B. beim Dampfertreff

Auf egarage gibt es am 30.4.17 einen Artikel dazu.

Auf heute.de bezieht sich das ZDF am 30.4.17 auf die 3sat-Senung für "Die Globalisierung der Krebssterblichkeit" (archive.org) und dort unterstellt der Gesprächspartner Jazbinsek den Rauchern per se in aller Selbstverständlichkeit eine Nikotinsucht. Gerade er müsste wissen, dass man - falls jemand wirklich süchtig ist (die Mehrheit der Raucher ist es nicht) von einer "Tabaksucht" spricht, weil Nikotin erst in Verbindung mit entsprechenden Substanzen im Tabak möglicherweise eine Sucht erzeugt.

Warum ist dieser Kritikpunkt - eine vermeintliche Sucht unterzuschieben - wichtig?

Die Bevölkerung hält Raucher für (sucht)kranke Menschen.

Raucher halten sich durch diese jahrelange Kopfwäsche selbst für süchtig, für krank und schwach.  Mancher versucht mit Produkten aus der Apotheke "davon los zu kommen", wird "rückfällig" und überlegt sich den nächsten Versuch zwei mal. Spätestens weil er nach einem Aufhörversuch wieder raucht, kurbelt er den Markt an z.B. für:

  • Tabak- und Geldindustrie, (Kunde bleibt ihr erhalten, weil WHO ihm eine Sucht bescheinigen, mit Ausschüttungen lässt sich privat und sozialstaatlich gut wirtschaften)
  • Pharmaindustrie (nächstes Mal dann mindestens zusätzl. mit mit Pillen gegen Depresseion etc.), weitere diverse Therapeuten.
  • Gesundheitsindustrie (der eingebildete Kranke bestätigt die Existenzberechtigung der NGOs (somit iZuwendungen und Spenden), Forschungseinrichtungen, Schulungswesen, Verlage, Organisationen, Ärzte, Psychologen, etc..
  • Presse - Die Medien halten die Mär von der Sucht aufrecht, denn für Pharma und für Kapital, sowie für die Gesundheitsindustrie darf man werben. - Artikel machen keine Arbeit, sie kommen fix und fertig von den NGOs auf den Tisch.

Dieser künstliche und sich selbst erhaltende Kreislauf muss durchbrochen werden.

Menschen haben das Recht zu rauchen. Manche haben sich das Rauchen angewöhnt - das macht sie nicht zu Kranken.

Wenn sie nicht mehr Rauchen möchten, können sie es sich abgewöhnen. Das ist - wie bei allen anderen Gewohnheiten auch - zwar sehr schwer, aber machbar: Indem man nicht mehr raucht. Man begegnet jedem Moment des Alltags in dem man bisher gewohnt war zu rauchen, und steht ihn ohne Tabakzigarette durch.

Körperliche Symptome sind - im Vergleich zu anderen Drogensüchten, sowieso höchstens etwas lästig, aber gehen schnell vorüber.

Den Willen zum Aufhören aufzubringen, schafft man kaum, wenn alle, auch man selbst, sich für (sucht)krank und somit für schwach hält.

Und genau das hat die Tabakkontrolle der WHO mit ihren Helfern, den Medien, erreicht.

Raucht man jedoch gerne und will sich eher von Begleiterscheinungen (Gestank, teervergilbte Wände und hohe Kosten) trennen, dafür gibt es mit dem mobilen Liquidverdampfer (E-Zigarette) nicht nur eine Alternative, sondern eine Genusserweiterung. Ins Dampfen können freie, gesunde erwachsene Menschen

  • schrittweise einsteigen und Dualuser werden oder
  • entweder schreittweise oder abrupt umsteigen und Dampfer werden.

Genau gegen diese Freiheit kämpft jede Lobby der oben aufgezählten "Marktteilnehmer" - egal ob sie in den Augen der Journalisten eine gute oder eine schlechte Lobby ist. - Im Ergebniss wird "vergessen" genau so über Events (Messen, Kongresse etc.) Bericht zu erstatten über Marktneuheiten oder auch über positive Studien zur E-Zigarette. Man liest fast nur Nachteiliges in DE.

Dampfer sind häufig überrascht, wie leicht es ihnen gefallen ist, zu ExRauchern zu werden. Wer frisch umgestiegen ist, muss sich beherrschen lernen. Raucher sind Erwachsene mit freiem Willen und keine Patienten, denen ungefragt geholfen werden muss. Denn sonst empfinden Raucher einen Dampfer als eine zusätzliche Gruppe übergriffiger Personen. Es kann passieren, dass Raucher dann aus einem Drang der Selbstverteidigung heraus sogar gegenüber Dampfern übergriffig werden - mit den

 

Freitag, 28 April, 2017